Presse-Information Mesoscale Alpine Programme Innsbruck Operations Center Das Mesoscale Alpine Programme (MAP) wird fuer seine Spezielle Beobachtungsphase (SOP) vom 7.9. bis 15.11. 1999 sein Operationszentrum am Flughafen Innsbruck haben. Weitere projektorientierte Forschungsbasen werden in Mailand und imRheintal errichtet, die Hauptaktivität der meteorologischen Vorhersagen, die Basis für die hochfliegenden Messflugzeuge, die Projektleitung sowie die Mehrzahl der beteiligten Wissenschafter werden hier zu finden sein. Dazu wurde eine beträchtliche Infrastruktur eigens für diese Zeit geschaffen. Die Forschungsflugzeuge der US-amerikanischen Hurricane-Forscher aus Miami (P3 Orion), des Forschungszentrums NCAR in Boulder/Colorado (Electra) sowie des britischen Wetterdienstes (Hercules) werden gestaffelt zwischen 10. September und Ende Oktober hier in Innsbruck eintreffen. Für ihren Betrieb werden tonnenweise Ersatzteile, Messinstrumente und Datenverarbeitungsanlagen hier eintreffen, die Betreuermannschaften werden bei der Flugsicherungsstelle Innsbruck der Austrocontrol gastfreundlich aufgenommen. Die Flugeinsätze dieser erfahrenen und unerschrockenen Mannschaften, die sonst in Hurricanes und Windstürmen der Rocky Mountains oder in eisigen Atlantikfronten unterwegs sind, werden in Zielgebiete des Wipptals, des Rheintals sowie in Gewitter-Zonen der Alpensüdseite , besonders im Raum Mailand-Tessin oder Friaul-Slovenien, führen. Dabei werden Wetterradar-anlagen an Bord der Flugzeuge, Messfühler und Abwurf-Sonden die Atmosphäre entlang und unterhalb des Flugweges in ca.8km Höhe vermessen. Die Flugzeuge werden von Innsbruck aus starten und nach ca. 7-8 Stunden Einsatz wieder hierher zurückkehren.. Insgesamt sind wenn genügend passende Wetterlagen auftreten- etwa 15-20 Einsätze vorgesehen. Auch die wissenschaftliche und operationelle Leitung des Projektes wird hier am Flughafen stationiert sein und eng mit den Vorhersage-Meteorologen des eigens errichteten Zentrums bei der Entscheidung für intensive Beobachtungs-phasen zusammenarbeiten. Für die Wissenschafter wurden ca. 50 Arbeitsplätze im nahegelegenen Studentenheim der Wirtschaftshilfe eingerichtet, die alle zusammen mit den Arbeitsplätzen am Flughafen in zwei getrennten Netzwerken verbunden sind. Insgesamt werden wohl an die 100 PCs und Workstations damit beschäftigt sein, die enormen Datenmengen, die von den Flugzeugen, Radaranlagen und eigens errichteten Mess- stationen sowie Satelliten und sonstigen Plattformen angeliefert werden, zu prüfen, zu ordnen und zu spannenden neuen Forschungsergebnissen zu verarbeiten. Auch die alltäglichen Bedürfnisse der Wissenschafter wollen berücksichtigt sein: Ein Großteil wird im WIST-Studentenheim, einige in Hotels und Appartments in Innsbruck und Umgebung untergebracht sein, ca. 25 Fiat - Mietfahrzeuge und eine ähnliche Anzahl von Mobiltelefonen wurden für diesen Zeitraum angeschafft. Die Gesamtkosten dieses Forschungsunternehmens werden sich auf c. 250 Mio Ö.S. belaufen, wobei die einzelnen Forschungsgruppen ihre eigen Kosten tragen. Österreich wird durch die Bereitstellung der Infrastruktur und eigene Forschungsvorhaben seinen Teil zumGelingen beitragen, die Vorteile eines solchen gemeinsamen Experimentes werden aber allen Alpen-Anrainerstaaten zugute kommen und Ergebnisse ermöglichen, die für rein nationale Vorhaben unerreichbar wären.